Über die Eisstraße zur Diamanten-Mine

16.12.15

Im Rahmen eines Großauftrages an die BAUER Gruppe über 65 Mio. EURO lieferte KLEMM Bohrtechnik kürzlich drei Universalbohrgeräte für die Erstellung einer Dichtwand in der Diamantenmine Diavik in Kanada. Das Projekt zeichnet sich aufgrund der geographische Lage der Mine durch einige Besonderheiten aus: 220 km südlich des Polarkreises gelegen, können die Bohrarbeiten in der Mine nur von Mai bis Oktober ausgeführt werden. Die drei KLEMM – Geräte vom Typ KR 806-3F wurden daher speziell für die witterungsextremen Anforderungen konzipiert und ausgerüstet. Methode der Wahl ist ein verrohrtes Imlochhammerbohren. Bei diesem Verfahren wird das Casing (Schutzrohr) mittels der Bohrkrone des Imloch-Hammers in die Bohrung „hineingezogen“.  Für das Handling beim Verlängern und Herausgewinnen des Bohrstrangs wurde die Greifeinrichtung des Gestängemanipulators HBR 120 weiterentwickelt: Um eine patentierte Drehfunktion erweitert, kann die Greifzange HBR 120R nun das Casing unabhängig von Drehantrieb und Spezialpreventer aus dem Magazin MAG 2.1V übernehmen und mit dem bereits abgebohrten Rohr verschrauben.

Auch die Logistik birgt große Herausforderungen: Lediglich acht Wochen lang sind Transporte zur Mine über die sogenannte „Iceroad“, also auf fest gefrorenem Untergrund,  möglich. Eine genau abgestimmte Planung und Logistik war demzufolge von wesentlicher Bedeutung für die gesamte Baumaßnahme.

Nach sorgfältigen Funktionstests und der Abnahme im Werk in Drolshagen durch den Kunden konnten die KLEMM Bohrgeräte Ende November termingerecht ihre weite Reise per LKW und Schiff antreten. Sie sollen ab Mai 2016 im 3-Schichtbetrieb an ihrem Bestimmungsort eingesetzt werden.

KLEMM Bohrgerät Typ KR 806-3F