Kanalausbau in Belgien

03.12.19

Belgien / Merksem – Auf einer Länge von 130 km verbindet der Albert-Kanal die Maas und die Industriegebiete von Lüttich mit dem Seehafen Antwerpen und ist somit eine der Hauptschlagadern des in Belgien auf dem Wasserweg getätigten Güterverkehrs. Um die Kapazität der Wasserstraße für mehr und auch größere Schiffe zu steigern, finden entlang der Kanallinie umfangreiche Ausbauarbeiten statt.

Im Rahmen dieses Projektes errichtete Herbosch-Kiere nv aus Beveren - ein Unternehmen der Eiffage Group - eine neue, 260 Meter lange, Kaimauer entlang des Kanals. Als Generalunternehmer war Herbosch-Kiere mit der Ausführung der Spundwand-, Stahlbeton- und Ankerarbeiten für den Bauabschnitt nahe des Hafens von Antwerpen beauftragt.

Insgesamt 129 Litzenanker wurden dabei mit einem KLEMM Ankerbohrgerät Typ KR 805-3G im Überlagerungsbohrverfahren hergestellt. In Kombination mit dem leistungsstarken Hydraulikhammer Typ KD 2524 kam das Gerät aufgrund seiner flexiblen Kinematik für alle Arbeiten zum Einsatz, die von einem Ponton und vorgelagerten Erdaufschüttungen ausgeführt wurden.

Da eine wasserseitige Zugänglichkeit nicht überall gegeben war, musste ein Teil der Anker von Land aus, mit über dem Wasser hängender Bohrlafette erstellt werden. Hierfür wurde ein KLEMM Bohranbausystem vom Typ KA 162, betrieben an einem ca. 30 t schweren Hydraulikbagger, gewählt. Das angebaute KLEMM Handhabungssystem HBR 122 ermöglichte dabei ein effizientes Handling der bis zu 140 kg schweren Rohrpaarungen verbunden mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit für das Bedienpersonals.

Das Gesamtprojekt im Auftrag der staatlichen flämischen Wasserstraßenverwaltung wurde im Sommer 2019 erfolgreich abgeschlossen.